Gartengestaltung
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Hanggarten
Gartengestaltung, Gartenplanung und Gartenbau in Schräglage
Gartenplanung für Terrassierung, Bau von Natursteinmauern und Gartengestaltung in Schräglage
Gärten am Hang sind immer eine ganz besondere Herausforderung für die Gartengestaltung. Am Hang herrschen andere Gesetzmäßigkeiten als in der Ebene. Hanggärten sind das Terrain, wo die Fähigkeiten der Landschaftsgestalter und Gartenarchitekten bis ins Detail gefragt sind.
Verlieren Sie aber nicht gleich Ihren gärtnerischen Eifer, wenn Sie einen Garten mit einer Neigung besitzen, denn nicht jeder Garten mit Gefälle kann als Hanggarten bezeichnet werden. Von Gärten mit Hanglage spricht man dann, wenn Nutzungsflächen erst durch Geländeeinschnitte bzw. Aufschüttungen entstehen und wenn für die Erschließung derselbigen eine größere Anzahl von Stufen bzw. in Serpentinen geführte Wege erforderlich sind. Deshalb gibt es bei Hanggärten auch immer ein „Oben“ und ein „Unten“, oder besser gesagt eine dritte Dimension, was den eigentlichen Reiz von Hanglagen ausmacht.
Dies hat man bereits im 16. Jahrhunderts zu schätzen gewusst. Denken Sie nur an die berühmten Terrassengärten Italiens, die bis heute gartenarchitektonische Vorbilder geblieben sind. Diese historische Anlagen sind das beste Beispiel dafür, dass eine ausgereifte Gartenplanung nahezu zeitlos ist und sie die Basis für die Kultivierung eines Hanges bildet.
Voraus-Denken und Nach-Planen.
Wenn Sie nun ein Grundstück mit Hanglage besitzen, ist der Rat des Fachmannes gut und teuer. Dessen sollten Sie sich schon beim Kauf einer solchen Liegenschaft bewusst sein. Das Herstellen von ebenen Nutzungsflächen ist mit hohen Kosten für Erdbewegungen, Abstützungsvorrichtungen wie Mauern und Drainagen sowie für Treppen und/oder Wege verbunden. Meistens muss der Hang nicht nur aus technischen Gründen oder aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen in einem Zug profiliert werden, sondern weil spätere Geländeeingriffe noch kostspieliger werden bzw. durch eine eingeschränkte Zugänglichkeit nicht mehr realisiert werden können.
Das heißt also: man muss, noch bevor der erste Bagger seine Schaufel tief in die Erde gräbt, wissen, was die Anforderungen an den zukünftigen Garten sind, welchen Zweck er erfüllen und wie er vor allem genützt werden soll.
Aus diesem Grund lassen Sie sich besser von einem Profi bei der Gartengestaltung hilfreich unter die Arme greifen.
Stein um Stein.
Nachdem bereits der Unterboden auf- und abgetragen, der Oberboden gesichert, Böschungen profiliert und befestigt sowie Nutzungsebenen geschaffen wurden, kann die Detailplanung realisiert werden. Häufig werden in Hanggärten Stützmauern errichtet, weil sie neben dem funktionalen Zweck der zusätzlichen Geländesicherung ein wunderbares Gestaltungselement sind. Für Stützmauern werden die unterschiedlichsten Materialien wie Naturstein, Ziegel, Holz oder Beton verwendet. Jeder Baustoff verleiht dem Garten bereits einen bestimmten Charakter. Der Naturstein ist das älteste, verwendete Material. Die Palette reicht von Feldsteinen (Findlingen) über bruchraue Steine bis hin zu oberflächenbearbeiteten Steinen. Natursteinmauern können trocken, das heißt ohne Beton und Mörtel, verlegt werden. Diese sogenannten Trockensteinmauern sind sowohl aus ästhetischer als auch aus gärtnerischer Sicht besonders empfehlenswert, weil sie harmonisch in einen Hanggarten eingepasst werden können und darüber hinaus eine direkte Bepflanzung erlauben. Je nach Untergrund und Beschaffenheit des zu stützenden Hanges, sollte das Fundament frostsicher betoniert oder aus verdichteten Bruchmaterial gebaut werden. Die Steine werden versetzt gelegt und müssen satt aufliegen. Jeder Hohlraum wird mit Erde und Steinen hinterfüllt. Das dabei entstehende Fugenbild ist gleichzeitig das Abbild der Konstruktion. Die verwendeten Steine müssen in ihrer Art und Größe in Relation zur Umgebung stehen, d.h. kleine Böschungen sollten nicht mit riesigen Brocken gestützt werden und genauso wenig empfiehlt es sich, hohe Mauern mit kleinen Steinen zu bauen.
Bei einer modernen Architektur des Hauses können auch Stützmauern aus schlichtem Beton sehr schön sein. In jedem Fall ist Letzteres die günstigere Variante. Außerdem bleibt einem ja noch die Möglichkeit, den grauen Beton durch Pflanzen, Metall, Klinker, Holz, Stein oder Ziegel zu verblenden.
Völlig ungeeignet sind die leider allzu oft verwendeten Löffelsteine, deren größere Ausführungen man auch entlang der Autobahnen sehen kann. Und dort sollten sie auch bleiben. Löffelsteine sind zwar weniger kostspielig, dennoch ordnen sie sich nur selten (bis gar nicht) in eine Landschaft ein. Im Gegenteil: die einzelnen „Töpfe“ machen ein harmonisches Zusammenwachsen der Pflanzen unmöglich, es sei denn man verwendet unkrautähnlich, unkontrolliert wachsende Gehölze. Wie entlang von Autobahnen eben.
Damit aber eine Stützmauer nicht wie ein Fremdkörper in der Landschaft wirkt, ist nicht nur das verwendete Material von Bedeutung. Auch Linienführung, Höhe und Länge der Mauer müssen der Hanglage wohlproportioniert angepasst sein. Die Linien der Stützmauer sollten der Hangkontur folgen. Zu lange Geraden sind unnatürlich, daher empfiehlt es sich die Linien versetzt zu unterbrechen. Oftmals ist es auch besser, statt einer zwei Meter hohen Mauer, zwei ein Meter hohe Mauern zu bauen.
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