Schattengarten

Pflanzen für den schattigen Garten

 

Schattenpflanzen.

Wichtigste Vorraussetzung für eine spätere Pflanzenpracht ist natürlich die Bodenvorbereitung.
Kompost, Pflanzerde, Moorerde müssen großzügig aufgebracht und eingearbeitet werden, um ein langlebiges, nachhaltiges Ergebnis zu erzielen. Erst dann kann an die Bepflanzung der Schattenbereiche gedacht werden. Gern verwendete Schattenpflanzen sind zum Beispiel der Rhododendron, die Azalee, ferner Lorbeerrose, Besenheide, Erika, Scheinbeere, Lavendelheide, etc. Werden sie darüber hinaus noch in einem speziell für sie angelegten Moorbeet gesetzt, danken sie es Ihnen mit reicher Blüte in allen Farben über den ganzen Sommer hindurch. Bei der Anlage eines solchen Beetes gilt: Tiefe 40-60 cm, den Boden mit Tannenreisig bedecken, die Wände mit Plastik abdecken, um ein späteres Hineinwaschen des Kalkes zu verhindern und mit Moorerde befüllen.(pH-Wert = Säuregehalt des Bodens zwischen 4,5 und 5,5) . Jährliche Torfgaben helfen den pH-Wert niedrig zu halten und unterstützt die Moorbeetpflanzen, die lebensnotwendigen Nährstoffe verfügbar zu halten.
In mit Pflanzsubstrat aufgebesserter Erde finden Eibe und Buchs (auch als Kugel geschnitten), Kirschlorbeer, Hortensien, Farne, Moose, Aronstab, Funkien, Prachtspiere, Geißbart, Riesensteinbrech, Elfenblume, Frauenmantel, Efeu und Immergrün die idealen Pflanzbedingungen. Die Liste der Schattenkünstler könnte noch viele Seiten beanspruchen. Das Angebot reicht von eindrucksvollen Pflanzen für die Einzelstellung über herrliche Blütenstauden bis hin zu dekorativen Blattschmuckgewächsen. Hat man sich erst einmal mit dieser Vielfalt vertraut gemacht, wirft es sofort ein anderes Licht auf die früher so ungeliebten Schattenplätze.      

Schattenrasen.

Freunde eines englische Rasen werden in einem Schattengarten allerdings nicht auf ihre Rechnung kommen. Das Gras ist, gleich der Rose, auf viel Sonne angewiesen. Es gibt zwar spezielle Schattenrasenmischungen zu kaufen bzw. wird auch schon Schattenrollrasen angeboten, jedoch ist dieser lange nicht so dicht und so strapazierfähig wie der „normale“, sonnenliebende Rasen.
Wichtig ist, dass das Gras im Schatten nicht so kurz gemäht wird. Der Rasenmäher sollte auf max. 5 bis 7 cm Halmhöhe eingestellt sein, damit dem Gras genügend Assimilationsfläche für die Photosynthese erhalten bleibt.       

Schattenboden.

Wie schon erwähnt, ist es vor allem das feucht-kühle Klima (feuchter Schatten), das viele Schattenpflanzen bevorzugen. Leider ist gibt es aber auch häufig den sogenannten trockenen Schatten, der vielen Gewächsen weniger zusagt. Trockener Schatten entsteht beispielsweise durch flachwurzelnde Gehölze (Fichten, Tannen, etc.), die dem Unterwuchs das Wasser streitig machen, durch die Wärmespeicherung von Hausmauern, die auf die Umgebung ausstrahlt oder aber durch zu sandigen Boden. Ohne zusätzlicher Wasserversorgung kommen dann selbst die ansonsten so genügsamen Schattenpflanzen natürlich nicht aus und gehen im schlimmsten Fall sogar ein. Dieses Manko kann jedoch leicht durch zusätzliche Wassergaben behoben werden. Am besten und am gleichmäßigsten passiert das durch eine computergesteuerte Tröpfchenbewässerung.
Dazu werden spezielle Tropfschläuche in einem Abstand von ca. 30 bis 40 cm einfach auf die Erde zwischen die Pflanzen gelegt. Anschließend gibt man Rindenmulch über die gesamte Pflanzfläche, was zusätzlich positive Auswirkungen auf die Bodenlebewesen und das Unkrautaufkommen hat.
Der Tropfschlauch hat erstens den Vorteil, dass diese Bewässerungsart auch dann noch funktioniert, wenn nur wenig Wasserdruck zu Verfügung steht und zweitens bildet sich im Boden ein Wasserkegel, der den Boden flächig befeuchtet. Durch Trockenbleiben der obersten Erdschicht (ca. 2 bis 5 cm), wird eine übermäßige Wasserverdunstung an die Luft verhindert. Nicht zu letzt können Sie getrost auf Urlaub fahren, ohne sich um die Wasserversorgung Ihrer Pflanzen Gedanken machen zu müssen.


Fazit: Es spricht also vieles dafür, Schatten im Garten nicht nur als „Standortnachteil“ zu betrachten. Ganz im Gegenteil: dort wo er gänzlich fehlt, sollte man sogar bemüht sein, ihn gezielt einzusetzen. Und wo er ungebeten auftritt, kann er mit ein paar Handgriffen ausgelichtet bzw. mit der richtigen Planung und Gestaltung zu einer kleinen Oase werden.


Ihr Gartengestaltungsteam
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