Gartengestaltung

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Gärten bis 300qm

Kleines grünes Glück

 

Gartengestaltung, Gartenplanung und Gartenbau für einen kleinen Garten

Stellen Sie sich folgendes vor: es ist Sonntag morgen gegen 10.00 Uhr, Sie sitzen gerade mit Ihrem/r Liebsten beim gemeinsamen Frühstück im Garten, genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen und den Gesang vom Süden zurückgekehrter Vögel. Sie fühlen sich rundum wohl und zufrieden, als plötzlich ein jähes „Guten Morgen, Herr und Frau Nachbar!“ beinahe den Bissen Honigtoast im Hals stecken bleiben lässt.
Sie kennen das? Dann gehören Sie wahrscheinlich auch zu denjenigen, die zwar das Privileg „Gartenbesitzer“ für sich beanspruchen dürfen, auch wenn dieser sehr klein ist.

Genau diesem kleinen Gartenglück wollen wir den heutigen Artikel widmen. Lesen Sie, was Sie bei kleinen Gärten besonders beachten müssen, was schon bei der Gartenplanung berücksichtigt werden sollte, wie sich Gartenform und Pflanzenwahl auf das Gesamterscheinungsbild auswirken und wie bereits kleine Veränderungen durch geschickte Gartengestaltung eine große und nachhaltige Wirkung erzielen können.

Gut geplant ist halb gewonnen.

Wenn Sie der Überzeugung sind, dass kleine Gärten keiner vorher gut durchdachten Gartenplanung bedürfen, dann müssen Sie sich von diesem Vorurteil augenblicklich lossagen. Gerade die Planung ist bei kleinen Gärten von enormer Bedeutung. Geräumige Gärten verzeihen den einen oder anderen Gestaltungsfehler. Bei kleinen Gärten hingegen muss der knappe, zur Verfügung stehende Platz so optimal als möglich genützt werden, daher sollte jeder Schritt der Gartengestaltung im vorhinein genauest überlegt sein.

Im Idealfall klären Sie, noch bevor Sie mit Ihrem grünen Daumen Hand anlegen, folgende Fragen:

-Wie will ich den Garten nützen? (Kinder, Haustiere, Sitzplatz, Rückzugsort, etc.)
-Wie sind die vorherrschenden Lichtverhältnisse?
-Wie ist die Bodenbeschaffenheit?
-Welche Pflanzen habe ich besonders gern und passen diese in meinen Garten?
-Was sind meine Lieblingsfarben?
-Will ich einen pflegeleichten Garten oder macht es mir Spaß die Gartenarbeit zu erledigen?
-Will ich mich vielleicht auch vor etwas schützen (neugierige Nachbarn, Sonneneinstrahlung, etc.)

Dabei ist es nicht wichtig, dass der kleine lebende Tannenbaum vom letzten Weihnachtsfest einen würdigen Platz im Garten findet. Ihre eigenen Bedürfnisse bzw. auch die der einzelnen Familienmitglieder sind es, die Sie während der gesamten Phase der Gartenplanung immer vor Augen haben sollten. Alle Entscheidungen müssen auf lange Sicht getroffen werden. Das Ziel sollte ein Garten sein, der sich harmonisch in Ihre Lebensgewohnheiten einfügt. Dann wird sich der Traum vom kleinen grünen Glück auch nachhaltig und langfristig realisieren lassen. Andernfalls werden Sie in zehn Jahren Ihren Garten an den süßen Tannenbaum abtreten müssen, der in der Zwischenzeit zu einem beachtlichen Ungetüm herangewachsen ist, das Ihnen mehr Schatten spendet, als Ihnen lieb ist und das den ehemals wunderschöne Rasen, auf dem Ihre Kinder immer so nett gespielt haben, zu einem waldähnlichen Boden verwittern ließ. Oh, du fröhliche...

Tarnen und täuschen.

Allzu oft scheitern bereits zu Beginn alle gestalterischen Ideen, an der ungünstigen Lage bzw. Form des Gartens. Zugegeben: ein Grundstück mit unvorteilhaftem Umriss, das noch dazu rundum von hohen Häusern umgeben ist oder anders einem sogar das Gefühl gibt, ständig beobachtet zu werden, bietet nicht gerade eine einfach zu lösende Voraussetzung. Doch können die richtigen Maßnahmen selbst diesen aussichtslos erscheinenden Problemen sinnvoll entgegenwirken.

Das gestalterische Mittel der optischen Täuschung bietet sich bei derartigen Gärten geradezu an. Um beispielsweise ein Gefühl der Weite zu vermitteln, bedarf es lediglich einer freien Sichtachse auf ein markantes Objekt am anderen Ende des Gartens. Solche Objekte können
Solitärsträucher, Bäume, eine Sitzgelegenheit, Rankbögen, Obelisken, Statuen aus Stein oder Bronze, Brunnen, Metallskulpturen oder sogar Vogeltränken sein.

Eine andere Möglichkeit, einen kleinen Garten optisch zu vergrößern bzw. auch besser benutzbar zu machen, ist die Variante, auf Rasen gänzlich zu verzichten. Stattdessen wird nur der Gartenrand in weichen Schwüngen bepflanzt. Im Zentrum legt man einen Sitzplatz aus weißlichem Splitt oder hellen Natursteinplatten an. Durch diesen Untergrund entsteht einerseits ein guter Kontrast zu der Randbepflanzung, andererseits lässt ein heller Farbton den Garten größer erscheinen. Dieser Effekt lässt sich noch mehr verstärken, wenn man die Randbepflanzung auf eine zweite Ebene setzt. Das bedeutet: um den Sitzplatz herum wird eine niedere Mauer (ca. zwanzig bis dreißig Zentimeter hoch) errichtet, die dahinterliegende Fläche wird mit frischer Erde aufgefüllt und dann bepflanzt. Jetzt bedarf es nur noch dem Stil des Gartens und des Hauses angepasste Sitzmöbel und schon können Sie zum kleinen Grillfest im Freien einladen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch bei der Anschaffung der Gartenmöbel für kleine Gärten ein paar Dinge zu beachten sind. Kaufen Sie keine Möbel, die aus wuchtigen Materialien gefertigt wurden. Ein Tisch, dessen Platte aus einem schweren, dicken Holz besteht, wirkt in einem kleinen Garten erdrückend. Vorteilhafter ist eine Kombination aus Metall mit Glas oder mit Teakholz, die auch noch den Blick auf das, was dahinter ist, ermöglicht. Wenn Ihr Garten keinen natürlichen Schatten auf den Sitzplatz wirft, dann entscheiden Sie sich für einen Sonnenschirm in hellen Farben. Oder vielleicht ist ja auch die extravagantere aber sehr geschmackvolle Variante der richtige Schattenspender für Sie: ein weißes bzw. naturfarbenes Sonnensegel, das entweder an der Hausmauer und/oder an wieder entfernbaren Aluminiumstangen befestigt wird.

Über die bescheidene Größe eines Gartens kann man auch erfolgreich hinwegtäuschen, wenn dem Betrachter nicht gleich auf den ersten Blick all die Geheimnisse, die das kleine Gartenidyll zu bieten hat, offenbart werden. Schlicht durch eine räumliche Unterteilung erzielt man bereits viele, interessante, effektvolle und anregende Ergebnisse. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Sichtachse durch den Garten hindurch erhalten bleibt. Für eine solche räumliche Teilung eigenen sich niedere Hecken oder Mauern, kleine aufgeschüttete Hügel, bepflanzte Beete, Töpfe in verschiedenen Größen und Formen, ein Sitzplatz, Inszenierungen mit Wasser und/oder Feuer. Dieses gestalterisches Hilfsmittel verspricht auf jeden Fall viel Abwechslung und Spannung.

 

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